• Freiwillige Online Selbstzensur?

    Langsam scheinen die neuen Gesetze zum Jugendschutz und die Machenschaften einiger Politiker gegen die Meinungsfreiheit im Internet Wirkung zu zeigen.

    Telepolis ist von der „Freiwilligen Selbstkontrolle der Multimedia-Diensteanbieter“ abgemahnt worden wegen eines Bildes in einem Artikel über den Irak-Krieg.

    Es geht um das Foto des Jungen mit dem Kopfschuss. Nicht sehr angenehm, aber es zeigt die Wirklichkeit. Und sind solche Bilder nicht auch im Fernsehen und in gedruckten Medien zu sehen?

    Der Artikel bei Telepolis über die Abmahnung.


  • Denglisch zum Zweiten

    Der Verein Deutsche Sprache e.V. geht noch etwas weiter als die Arbeitsgemeinschaft Sprache in der Politk e.V.

    In der Anglizismenliste des Vereins finden sich über 5000 englische Wörter und deutscher Ersatz dafür.

    Manche Vorschläge sind brauchbar, aber manche auch fragwürdig.

    „Big Band“ mit einem Tanzorchester gleichzusetzen (das womöglich auch noch „aufspielt“), geht nicht. Beim Wort Big Band habe ich ganz andere Musik im Ohr als beim Tanzorchester. Beim letzten denke ich doch eher an eine Polizeikapelle beim Musikantenstadl des Herrn Moik.


  • Ordinateur für Computer

    Die Arbeitsgemeinschaft Sprache in der Politik e.V. möchte eine Sprachdemo veranstalten.

    Sie ruft dazu auf, Anglizismen durch französische Lehnwörter zu ersetzen.

    Ich finde Denglisch ja auch nicht so toll (besonders die Vertriebler im EDV-Bereich können das sagenhaft gut).

    Aber muss man denn gleich so auf die Freedom Fries reagieren?


  • So ein blöder Videorecorder…

    … oder: Scheitern an Alltagstechnik

    Weil im Freundeskreis bekannt ist, dass ich Mailserver, Netzwerke und so ein Zeugs irgendwie (wie, dass versteht keiner so richtig ;-) am Laufen halten kann, kam von G. auch die unvermeidliche Frage:

    „Du kennst dich doch mit Computern aus. Dann kannst du mir bestimmt auch bei meinem Videorecorder helfen…“, und sie lächelte so nett dazu.

    Natürlich habe ich es probiert und natürlich ging nichts.

    Jetzt steht das Ding bei mir zu Hause und ich werde mich gleich darum kümmern.


  • Netzwerkangriffe zuverlässig verhindern

    Mit dem Vorschlag, den IP-Header um ein „Evil Bit“ zu erweitern, hat S. Bellovin von AT&T Labs Research endgültig alle Sicherheitsprobleme von Firewalls und anderen System zum Schutz von Netzwerken gelöst.

    RFC 3514 beschreibt im Detail, wie Sicherheitssysteme in Zukunft böse von guten IP-Paketen unterscheiden können.

    Ist das Evil Bit auf 0 gesetzt, ist das Paket ohne böse Absicht geschickt worden und sollte von Sicherheitssystemen nicht blockiert werden.

    Pakete mit böser Absicht haben das Evil Bit gesetzt und können so in Zukunft von Sicherheitssystemen leicht erkannt und ausgefiltert werden.

    Die Kosten von Sicherheitssystemen werden in Zukunft wohl drastisch sinken.

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  • OpenOffice 1.1Beta

    Bei Openoffice.org gibt es jetzt die Beta Version der Version 1.1 Von Openoffice zum Donwload. Die vielleicht wichtigste Neuerung: Direkter Export von Dokumenten als PDF-Datei.
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  • Schriftsteller für Deutschland

    Über: Blog-O-Media

    Der Verband der deutschen Schriftsteller hat in einer Protest-Resolution gefordert, dass sich der internationale Gerichtshof in Den Haag mit der Vorgehensweise der US-amerikanischen und britischen Regierung befassen soll. Zugleich appellierte er an die Bundesregierung auf ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen hinzuwirken.

    Der Verband der deutschen Schriftsteller steht immer zuverlässig bei Rot-Grün. Wenn er kritisiert, dann um die so genannte kritische Intelligenz bei der Stange zu halten.

    Manchmal marschiert er auch voran. Die Regierung darf nicht fordern, Blair und Bush vor Gericht zu stellen. Noch nicht. Dafür gibt es die intellektuellen Wadenbeißer. Sie reden ganz offen von den deutschen Großmachtträumen.


  • Big Brother Krankenkasse

    Die Betriebskrankenkassen gelten als preiswert. Ein Vorbild für alle in Sachen Effizienz der Verwaltung und Sparsamkeit.

    Wer sich billig versichert muss meist Kompromisse eingehen. So auch diesmal. Wenn man nämlich wirklich krank wird und gar die Frechheit hat, sich krankschreiben zu lassen, treibt einen die Krankenkasse schon wieder zur Arbeit.

    Die BKK Hamburg ist pleite. Jetzt will sie bei ihren Versicherten Sparen. Es gibt Listen von Ärzten, die angeblich zu viel krank schreiben, „Hausbesuche“ bei Kranken und Vorladungen zu weiteren Untersuchungen.

    Gipfel der Frechheit: Sie fordert in Briefen Unternehmer dazu auf, Kranke bei der Kasse zu melden, die in den Augen des Unternehmers krank spielen. Die Unternehmer sollen auch den Grund nennen: Ungenehmigter Urlaub, zu viele Überstunden, Veränderung am Arbeitsplatz…

    Die Kasse möchte dann einen „Hausbesuch durch eine unserer kompetenten Mitarbeiterinnen“ veranlassen. Die BKK Hamburg nennt das dann „Krankengeldmanagement“.

    Sie spricht in einer Pressemitteilung davon, doch „ihre“ Arbeitgeber von gesetzlichen Möglichkeiten zu unterrichten.

    Klar, der Dämliche ist der Versicherte, obwohl ER bei der Kasse versichert ist, sie ausgewählt hat und die Hälfte der Beiträge zahlt (und der Arbeitgeberanteil ist ja eigentlich auch Teil seines Lohns).

    Links:

    Taz Hamburg

    Spiegel Online (bezeichnenderweise in der Rubrik „Wirtschaft“)

    Hamburger Abendblatt
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  • Wir werden nicht bombadiert

    Bettina Gaus hat in der TAZ einen sehr klugen Artikel über die Gefühlsduselei im deutschen Fernsehen geschrieben.

    Sie schreibt überhaupt nur sehr kluge Artikel. Neben Wiglaf Droste ein guter Grund, die TAZ zu lesen.
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  • Wer hat es gesagt?

    „Wir führen keinen Krieg, aber wir sind aufgerufen eine friedliche Lösung … auch mit militärischen Mitteln durchzusetzen.“

    War es der Bush? Blair? Stoiber? Merkel?

    Nö, nö, es war der Friedenskanzler Schröder, vor ziemlich genau vier Jahren. Bei „…“ stand „im Kosovo“.

    Aus der Jungle World
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