• Kunstrasen

    Ich habe leider keine Zeit, aber trotzdem etwas Werbung für Silke und ihre Overheadprojektor-Show:

    Am Mittwoch, den 24.03.04, ist es wieder soweit: KUNSTRASEN gastiert im Kukuun, und auch diesmal finden sich poetische Leckerbissen auf der Reeperbahn ein, um sowohl die Feinschmecker als auch die Kostverächter unter euch von ihren Geistesblitzen zu überzeugen.

    So wird z.B. Olli Boettcher unser Gast sein. Der nach eigener Aussage erste Kinski-Rezitator Hamburgs hat sich entschlossen, seine eigenen Geschichten zum Besten zu geben, die nicht minder spektakulär sein dürften. Außerdem werden Silke Stamm, langjährige Autorin aus Hamburg, und Konstanze Erhard, Mitarbeiterin des Mairisch-Verlages, uns die Ehre ihres Auftritts erweisen.

    Doch nicht nur die Ohren unserer werten Gäste werden verwöhnt: es gibt auch reichlich zu sehen, spätestens wenn Juri Englert die Bühne betritt, um zu demonstrieren, was er unter Ein-Mann-Improvisationstheater versteht. Der plastene Kunstrasen unserer kleinen Bühne dürfte sich zur wahren Augenweide wandeln!

    Wem das alles zu hornbrillig und konzentriert vorkommt, der sollte sich dennoch nicht abwenden und seinen Mittwoch gelangweilt zu Hause vor der Glotze verbringen, sondern spätestens nach dem literarischen Programm in Wallung geraten, wenn nämlich Jerobeam das Podest erklimmt und den musikalischen Teil des Abends einleitet. Mit seinen schrägen Texten und der Gitarre unterm Arm hat sich der Mann von Sono-Music mittlerweile einen Namen in der Stadt gemacht. Am 24. wird er dazu gänzlich neues Material vorstellen.

    Durch den Abend wird nach überstandener Krankheitsunterbrechung der fabulöse Fabian Bernhard führen. Also bitte, und das meinen wir verdammt ernst, wo in Hamburg bekommt ihr für Euro 5,- so ein berstend gutes Programm? Nirgends, lasst es euch gesagt sein!

    Lukas und Marius freuen sich auf euch!

    KUNSTRASEN, 24.03.04
    im Kukuun (ehem. FloridaArtHotel)
    Spielbudenplatz 22
    Einlass: 19.00
    Eintritt: Euro 5,-


  • Populismus will gelernt sein

    Die Wahlalternative will ihre Inhalte „populär, klar und einfach“ darstellen. So steht es in ihrem Thesenpapier. Dann kommt das:

    die Vermeidung der zyklisch immer wiederkehrenden Verluste infolge der nicht aufeinander abgestimmten Akkumulation von variablem (Abt.I) und konstantem (Abt.II) Kapital zwischen der Produktionsmittelabteilung (Abt. I) und der Konsumgüterabteilung (Abt.II),

    „Da ist schon ne menge dran, aber es müßte ins deutsch übersetzt werden.“, schrieb ein Leser als Kommentar. Wohl wahr. So wird das nichts mit der Eroberung der ehemaligen Schillwähler.


  • Trittbrettfahrer?

    Aus der neuesten Rundmail der Wahlalternative geht hervor, dass es sich bei dem Forum Wahlalternative 2006 wohl nur um Trittbrettfahrer handelt. Oder wie sonst soll man das verstehen:

    Ein Internet-Diskussionsforum mit der zum Verwechseln ähnlichen Adresse „Wahlalternative 2006“ versucht gar, vom Medieninteresse an uns zu profitieren.


  • SPD-Kritiker im Internet

    Etwas verspätet kommen die SPD-Kritiker und vielleicht Partei-Neugründer auch im Internet an. Zirkulierten die oft erwähnten Strategiepapiere anfangs doch nur in informierten Kreisen und unter Journalisten.

    Mittlerweile gibt es das Papier auf den Seiten der Wahlalternative.

    Und mit Wahlalternative 2006 ist ein offenes Forum der Kritiker online gegangen (Dank an Frank Brenner für den Hinweis).

    Die Initiative Initiative Arbeit & soziale Gerechtigkeit, die zweite Gruppe von Kritikern und potentiellen Neugründern, ist ebenfalls online und fordert dazu auf, ihren Aufruf (PDF) zu unterschreiben.


  • Ausbeutung in der Computerindustrie

    Die Frankfurter Rundschau berichtet über Recherchen der Catholic Agency for Overseas Development zum Thema Arbeitsbedingungen in der Computerindustrie:

    Monica, 26 Jahre, bewarb sich 1999 bei einer Zeitarbeitsagentur in Mexiko um einen Job in einem Drucker-Werk von Hewlett- Packard. Beim Bewerbungsgespräch musste sie sich nackt ausziehen, auf Tätowierungen untersuchen lassen und Urin für einen Schwangerschaftstest abgeben.

    …

    In Mexiko bekommt ein Arbeiter 50 US-Dollar pro Woche, mit vielen Überstunden kann er das Doppelte erreichen. „Von solchen Löhnen kann eine Familie auch in Mexiko nicht leben“, sagt der Frankfurter Soziologe Boy Lüthje.

    Die Gewerkschaftsgegner im Heise-Forum sollten sich einmal klarmachen, wem sie eigentlich ihre guten Arbeitsbedingungen zu verdanken haben.


  • Zeitungen verabschieden sich vom Internet – mit E-Paper

    Beim Perlentaucher ist ein schöner Artikel zum Thema Zeitungen im Internet erschienen.

    Es geht um das Thema E-Paper. Immer mehr Zeitungen stellen ihre Artikel nicht mehr als HTML-Seiten ins Internet, sondern als so genanntes E-Paper: Der Leser sieht im Browser eine 1:1-Darstellung der gedruckten Ausgabe. Mit allen Nachteilen: Schlechte Lesbarkeit und Probleme mit Suchmaschinen. Und oft mit sehr hohen Preisen, die kaum niedriger sind als die für die gedruckte Ausgabe.

    Verantwortlich dafür ist aber auch die Geiz-ist-geil-Mentalität im Internet:

    Das Publikum sollte nicht stolz darauf sein, dass es kollektiv so erfolgreich dem Sprung über die Bezahlschwelle verweigert. Genau derartige Mechanismen bewirken, dass zuletzt nur noch sparsam hergestellter Massenjournalismus angeboten werden kann.

    …

    Es kann nicht darum gehen, von der Qualitätspresse zu verlangen, dass sie weiter alle ihre Inhalte frei ins Netz stellt. Sie sollte sich aber auch jenen zuwenden, die online nur einen Teil ihrer Print-Inhalte nutzen und nicht 70 Prozent des Print-Abonnements zahlen wollen.

    Eben.

    Eine ausführliche Studie (PDF) zur Nutzer(un)freundlichkeit hat die Universität Trier erstellt.


  • Heute Tangomania im Radio

    Auf NDR Info gibt es heute Abend Tangomania: Schöne Tangomusik von 20.05 bis 21.00 Uhr. Auch live im Internet (RealPlayer).

    Via TangoBlog.


  • Microsoft Word

    Aus den technischen Hinweisen für Antragsteller in SPD-Online (nur für Mitglieder):

    Die eingereichten Anträge bitte wie folgt bearbeiten:

    • Word
    • …

    Eine Krankheit.


  • WortBlog

    Ein nettes Spiel – oder interaktives Schreibexperiment? – ist WortBlog.de.

    Jeder kann von anderen angefangene Sätze mit einem eigenen Wort ergänzen oder selbst einen neuen Satz beginnen.


  • SPD-Spaltung?

    Spiegel und TAZ berichten über eine mögliche Abspaltung linker Gewerkschafter von der SPD. Es gibt schon eine Internetseite der SPD-Kritiker.

    Das im Spiegelartikel angesprochene Strategiepapier scheint dort aber nicht (mehr?) zu existieren. Weiss jemand mehr?