Kategorie: Diverses


  • Pflicht zum Selbstmord

    Professor Robert Spaemann auf kath.net zur Euthanasiedebatte:

    Wo das Gesetz es erlaubt und die Sitte es billigt, sich zu töten oder sich töten zu lassen, da hat plötzlich der Alte, der Kranke, da hat der Pflegebedürftige alle Mühen, Kosten und Entbehrungen zu verantworten, die seine Angehörigen, Pfleger und Mitbürger für ihn aufbringen müssen. Nicht Schicksal, Sitte und selbstverständliche Solidarität sind es mehr, die ihnen dieses Opfer abverlangen, sondern der Pflegebedürftige selbst ist es, der sie ihnen auferlegt, da er sie ja leicht davon befreien könnte.

    Er läßt andere dafür zahlen, daß er zu egoistisch und zu feige ist, den Platz zu räumen. Wer möchte unter solchen Umständen weiterleben? Aus dem Recht zum Selbstmord wird so unvermeidlich eine Pflicht.

     (Über Lumen de Lumine)

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  • Küppersbusch der Woche

    Wahre Worte über die C-Partei und ihre christliche Heuchelei (die der C-Partei, Bischof Meisner hat recht):

    Nach Bischof Meisners Wort, eine C-Partei dürfe außereheliche Beziehungen ihrer Vorsitzenden nicht dulden, steht ja die Entlassung Merkels bevor (geschieden, dann lange in wilder Ehe lebend). Wie auch die Heiligsprechung Kohls (hat korrekt abgewartet, bis seine Gattin sich umbringt). (Friedrich Küppersbusch in der TAZ)

    Dahinter steckt viel Wahrheit. Die Etiketten, mit denen die Parteien sich schmücken, sagen nichts mehr aus. Von der Leyen und Seehofer könnten auch in der SPD sein, Schröder hat eine schwarz-gelbe Wirtschafts- und Sozialpolitik gemacht und die Grünen haben Wirtschaftsexperten, denen die FDP wohl zu uncool war.

    Christlich ist an der Politik von CDU/CSU jedenfalls nicht mehr als an der Politik der anderen Parteien. Wenn ich an die Asyl- und Einwanderungspolitik denke, sogar eher weniger. CDU/CSU sollten ehrlicherweise das C streichen, so wie die SPD das S.

    Wer wirklich christlich wählen will, muss dann so etwas wie die Partei bibeltreuer Christen oder die Christliche Mitte wählen (Hinweis: Ich habe die Programme der beiden Parteien nicht gelesen). So viele Wähler werden diese Parteien aber nicht gewinnen können. Denn die sogenannten christlichen Werte sind doch nur meist nur noch für Sonntagsreden und ein paar Feiertage da, trotz Papstrummel.

    Um das klarzustellen: Ich gebe Bischof Meisner recht, obwohl ich kein Christ bin. Das C ist nur noch Heuchelei. Ich ziehe nur einen anderen Schluss.


  • Nervtöter

    Nein, liebe Sedisvakantisten, ich schalte Ihre Kommentare hier nicht frei. Glauben Sie ernsthaft, sie erreichen etwas damit, thematisch völlig unpassende Kommentare an zufällig ausgewählte Einträge zu hängen? Ich bin doch noch nicht einmal katholisch! Also eigentlich schon völlig verloren…

    Machen Sie doch selbst ein Weblog auf!

    Und das alles nur, weil ich von einem freundlichen Katholiken verlinkt wurde.



  • Jahreswechsel

    Verlust

    Hanns Dieter Hüsch

    Jetzt wird er wohl öfter bei Gott sitzen und eine Tasse Kaffee mit ihm trinken. Oder Gottes Schwester in der Wäscherei in Dinslaken helfen.

    Seine Stimme aus dem Radio werde ich nicht vergessen. Es gibt noch ein paar CDs von ihm, mit Büchern sieht es schon schlechter aus, sie sind meist nur noch gebraucht lieferbar. Ein weiteres Mal denke ich, Verleger sollten verpflichtet sein, nicht mehr lieferbare Bücher wenigstens elektronisch lieferbar zu halten.

    Heute Abend (31.12..2005) gibt es es Sendung über ihn bei Phoenix (und noch viel mehr Kabarett den ganzen Tag)

    Mehr online:

    Gott ist aus der Kirche ausgetreten

    Eine Predigt

    Ein Interview

    Deutsches Küchenlied

    Eine Seite mit vielen Informationen.

    Flop

    Coelho, Der Zahir.

    Mein Literaturkreis wollte es unbedingt lesen. Ein Coelho reicht für alle Zeiten. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

    Gut

    Tango mit X.

    Aussicht

    Auf zu neuen Ufern. Mein bisheriger Arbeitgeber verlässt Hamburg und entlässt drei Viertel seiner Mitarbeiter. Freundlicherweise kündigten sie noch in diesem Jahr, steuerlich günstig, denn ab 2006 gibt es keinen Steuerfreibetrag auf Abfindungen mehr.

    2006 auf jeden Fall ein neuer Arbeitgeber oder Freiberuflichkeit. Drei Monate noch, um mich zu entscheiden.


  • Ohrwurm des Tages

    Das swingt schon den ganzen Tag in meinem Kopf herum: Miles Davis, So what (MP3-Download).

    Sitze im Bus, der Fuß wippt im Takt und und leise summe ich vor mich hin. Meine Mitfahrer gucken schon so komisch…


  • Henryk M. Broder und die doppelten Winner

    Schöne Geschichte auf Henryk M. Broders Homepage. Ein Witzbold (oder ein „Opfer“) hat seine Daten auf der Gewinnspielseite winwin.de eingegeben. Und nun will die Firma Geld von ihm.

    Besonders dreist ist der folgende Absatz:

    An die E-Mail-Adresse wurde am 15. März 2005 auch die Auftragsbestätigung für Ihre Anmeldung versandt. Von dem Ihnen eingeräumten zweiwöchigen Widerrufsrecht haben Sie keinen Gebrauch gemacht. Angesichts der Vielzahl der bei der Anmeldung angegebenen persönlichen Daten und der Versendung der Bestätigungsmail an Ihre E-Mail-Adresse sehen wir bisher keine Hinweise dahingehend, dass hier ein Fall von Datenmissbrauch vorliegen könnte.

    Dann müsste man also auf jede Spam-Mail reagieren, in der ähnlicher Quatsch steht? Nur weil irgendwer sich einen dummen Scherz erlaubt haben könnte?

    Opt-Out gehört verboten.


  • Liebe Kollegen!

    Seid gegrüßt! Habt ihr mein Weblog endlich gefunden!? ;-) Ja, ja, euer Admin sieht alles!

    Noch viel mehr Weblogs gibt es bei Blogg.de.


  • John-Peel-Sonntag beim Freien Sender Kombinat

    Aus einer Pressemitteilung des Freien Sender Kombinats (FSK) aus Hamburg:

    Das Freie Sender Kombinat widmet dem britischen Radio-DJ John Peel am Sonntag,
    den 31.10. einen ganzen Sendetag. Der legendäre BBC-DJ war am 26.10.04 an
    Herzschlag gestorben. Peel hatte seit 1996 ehrenamtlich regelmäßige Sendungen
    eigens für das FSK in Hamburg produziert. Danach wurde das Programm bei anderen
    Freien Radios in der gesamten Bundesrepublik ausgestrahlt. Mehrere
    öffentlich-rechtliche Sender in Deutschland hatten John Peels DJ-Shows zuvor
    wegen „mangelnder Massenkompatibilität“ abgesetzt.

    Der John-Peel-Sendesonntag im FSK am 31.10.04:

    • 07:00 John Peel´s Music – vier Stunden John Peel exklusiv für FSK
    • 11:00 Statt John Peel Wildecker Herzbuben satt? Zur Forderung nach einer Musikquote in deutschen Rundfunksendern
    • 15:00 „Tribute to John Peel“ – Live-Programm mit Studiogästen, Interviews, Statements und Musik
    • 18:00 FSK-Radiokonzert Nr. 4 mit jungen Bands. Live im Studio spielen Eniac, Buddy Fucking Sound System, xrfarflight, Pommes Brutal, Vaz

  • Abschied vom Welt-Radio-DJ

    John Peel ist tot.

    Für welchen brauchbaren Sender hat er eigentlich kein Programm gemacht? Sogar für das kleine mittellose Freie-Sender-Kombinat aus Hamburg war er da.

    Als John Peel nach Europa kam, fing er beim Nordsee-Piratensender Radio Caroline an. Das war trotz aller Piratensenderromantik ein kommerzielles Radio.

    Aber John Peel ignorierte in seinen Nachtprogrammen die Playlists und spielte, was er wollte. Und das wurde dann sein Markenzeichen.

    Heute sitzt bei den Kommerzradios nachts niemand mehr im Studio. Die Musik wird von Computern abgespielt.

    Auf die Playlists kommen nur noch Stücke, die auch ja keinen Abschaltimpuls auslösen.

    Bei den Internetradios sieht es nicht besser aus. Auch die spulen nur Playlists herunter, wenn auch für verschiedene Geschmäcker.

    Lichtblicke gibt es höchstens im Nachtprogramm von NDR Info.