• Gegen Amerika Geld verdienen

    Gestern habe ich mir in der Buchhandlung den Tisch mit den Neuerscheinungen und Bestsellern in der Ecke „Politik“ angesehen.

    Mit Büchern zum Thema „Amerika ist schlecht, Amerika ist böse“ kann man als Autor nichts falsch machen. Da verkauft sich alles.


  • Wahl-O-Mat Europa

    Wahl-O-Mat-Ergebnisse für die Europawahl

    So sieht es aus, mein Ergebnis beim Wahl-O-Mat für die Europawahl.

    Ich sollte dringend über mein Parteibuch nachdenken. Es erschreckt mich, dass ich bei der FDP fast neutral bin.


  • Ex-Ex-Bundespräsident ruckt noch immer

    Ex-Ex-Bundespräsident Herzog ruckt noch immer Er kann es einfach nicht lassen: Er muss noch immer rucken, obwohl er morgen schon der vorletzte Präsident sein wird. Und so wird er wohl noch ewig an der Wand meiner U-Bahn-Station hängen und uns verzweifelt auffordern, zu rucken und zu rütteln und nicht nachzulassen, bis nichts mehr so ist wie es war.


  • Duden verkauft Deutsch häppchenweise

    Im interaktiven Rechtschreibtest des Duden kann man prüfen, wie weit man die neuen deutschen Rechtschreibregeln schon verinnerlicht hat.

    In der Testauswertung bietet der Duden dann einzelne Kapitel aus seinem Werk „Duden – Wie schreibt man jetzt?“ zum Kauf an.

    Bei meinen 9 von 42 möglichen Fehlern sollte ich mir vielleicht auch noch einmal eine Tüte Deutsch kaufen. In der Schule – also vor langer, langer Zeit – hatte ich damit eigentlich keine Probleme.


  • Denglisch andersherum

    Der Zwiebelfisch präsentiert eine Liste von deutschen Wörtern, die ins Englische übernommen wurden.

    Außerdem erklärt er, dass in den USA nie eine Abstimmung darüber stattgefunden hat, ob Deutsch Amtssprache sein soll oder nicht. Also ist diese Abstimmung auch nie mit nur einer Stimme gegen Deutsch gescheitert.


  • Arbeitszeitverlängerung und Arbeitslosigkeit

    Oskar Negt im Freitag über die Arbeitszeitverlängerung und die Arbeitslosigkeit:

    Das widerspricht jeder beschäftigungspolitischen und ökonomischen Vernunft; in Deutschland liegt die Arbeitszeit mit 36,1 Wochenstunden ohnehin über dem EU-Durchschnitt, der mit 35,5 in den 15 EU-Länder angegeben ist. Und es ist bemerkenswert, dass die Arbeitslosenquote dort am niedrigsten ist, wo die tatsächliche Wochenarbeitszeit darunter liegt, bei 33,7 Stunden pro Woche in Dänemark und 29,5 in Holland – also in Ländern, denen die Verteilungsgerechtigkeit im Zusammenhang marktbezogener Arbeitsplätze bereits zu einem strategischen Problem geworden ist. In unserem Land dagegen hat der betriebwirtschaftlich gesteuerte Privatisierungswahn jetzt auch im Hinblick auf die Arbeitszeit von den staatlichen Instanzen Besitz ergriffen.


  • Mozilla 1.7 RC2

    Der zweite Release Candidate von Mozilla 1.7 ist erschienen.

    Neu: Der FTP-Upload ist aktiviert. Ist man auf einem FTP-Server, kann man mit Datei -> Upload File… eine Datei hochladen. Aber der Internet Explorer hat das immer noch besser gelöst (das ist auch das einzige, das mir dazu einfällt.)

    Es gibt jetzt auch Bittorrent-Dateien: Windows, Linux und Mac


  • Scribe rettet die Welt

    Die Firefox-Erweiterung Scribe kann Inhalte von Formularfeldern in eine Datei speichern und diese Datei später auch wieder in ein Formularfeld laden.

    Nützlich für alle Anwender, die nicht nur lesen, sondern auch viel im Web schreiben.

    (Quelle: hebig.com)


  • X für U – Bilder, die lügen

    Seit dem 15. Mai ist im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe die Ausstellung „X für U – Bilder, die lügen“ zu sehen.

    In der Ausstellung geht es um Bilderfälschungen aus dem 20 Jahrhundert bis zur Gegenwart. Das aktuellste Beispiel stammt aus dem Jahr 2003 und zeigt zwei US-Soldaten und einen verletzten irakischen Soldaten: Auf dem Original sind zwei US-Soldaten zu sehen, die sich um einen offensichtlich verletzten irakischen Soldaten kümmern. Der linke Soldat trägt eine Waffe, deren Mündung auf den Iraker gerichtet ist, zumindest sieht es aus der Perspektive der Kamera so aus. Der zweite amerikanische Soldat gibt dem Verletzten aus einer Feldflasche zu trinken. Die Amerikaner versorgen hier also einen verletzten irakischen Soldaten.

    Nun wird das Bild zerlegt. Wer ein antiamerikanisches Bild will, zeigt nur den linken Teil: Dann bedroht ein US-Soldat einen schon am Boden liegenden Iraker mit der Waffe. Der amerikanischen Bildpropaganda wäre wohl die rechte Hälfte lieber: Der edle Amerikaner hilft dem verletzten Gegner.

    Die Ausstellung geht über reine Kriegspropagandabilder hinaus: Comics gehören genauso dazu wie Werbung, Satire und die Klatschblätter mit ihren oft stümperhaften Fotomontagen von Prominenten. Da haben Prinzessinnen schon mal ihr Baby im Arm, bevor es geboren ist.

    Auflagensteigerung ist genau sooft Motiv für die Fälschungen wie schlichte Propaganda. Da gibt es das Foto eines ermordeten Mafioso, dessen Kopf in einer Blutlache liegt. Das war dem Redakteur offensichtlich noch nicht genug: Er fügte noch der Leiche und der Wand hinter ihr noch große Einschusslöcher hinzu. Und es war nicht die Bildzeitung, sondern der Spiegel.

    Auch deutsche Landesregierungen ändern gelegentlich störende Details auf Fotos. Die thüringische Regierung entfernte aus einer Aufnahme, die Kohl, Clinton und den Ministerpräsidenten Vogel vor einem Platz voller Menschen zeigt, das Plakat eines Demonstranten: „Ihr habt auch in schlechten Zeiten dicke Backen“ war darauf zu lesen. Das passte natürlich nicht in eine Selbstdarstellungsbroschüre des Landesregierung.

    Die Ausstellung blickt auch in die Zukunft: Digitale Bildbearbeitung wird die Menge der Fälschungen noch steigen lassen. Andererseits: Bald wird fast jeder irgendeine Art von Digitalkamera haben und dann auch Bilder auf dem heimischen PC ansehen und bearbeiten. Je mehr Menschen wissen, wie einfach Bilder zu fälschen sind, desto kritischer wird der Umgang mit ihnen werden. Ich hoffe das jedenfalls.

    Der Ausstellungskatalog ist im Bouvier Verlag erschienen.


  • Tangovideos

    Schöne Tango-Videos gibt es bei Tango de Salón.

    Und wer dann Lust auf Tango hat, schaue mal im La Yumba vorbei. Oder auch bei den anderen Tangoveranstaltungen (siehe canyengue.de).

    (Über Karls Tango Blog)