• Mini-Essay

    Bernd Rauschenbach von der Arno-Schmidt-Stiftung hat folgenden Mini-Essay in einem Zettelkasten Arno Schmidts gefunden:

    Musil’s ‚M. o. Ei‘ ? : handelt auch bloß vom Fick’n !

    War schon ein Witzbold, der Arno. Aber verkannt.

    (ASml-News Nr. 22)


  • Firefox Switcher

    Wohl inspiriert von anderen Switchern – die Firefox-Switcher (via Webpropaganda)


  • Alles so schön bunt hier

    Gestern war also der große Tag für GMX: Der Neustart mit neuer Oberfläche.

    Erster Eindruck: Sehr quietschbonbonbunt, angepasst an das Standard-Farbschema von Windows XP.

    Seht gut: GMX scheint sich an Standards zu halten. Damit sollten die Seiten überall gleich aussehen.

    Die Neugier unter den GMX-Kunden muss groß gewesen sein. Immerhin kam es anfangs zu Lastproblemen. Ich habe nichts gemerkt, obwohl ich fast immer meine Mailseite geöffnet habe und heute Abend ging auch IMAP wie gewohnt.

    Schade nur: Außer Farbtopf war wohl nichts. Ach doch: Die Portal-Funktionen sind jetzt auch verfügbar, wenn man nicht angemeldet ist. Soll heißen: Einkaufen und „Nachrichten“ lesen dürfen jetzt auch Nicht-GMX-Kunden.

    Soll es das jetzt sein? Ein Portal wie viele andere auch mit zugekauften Inhalten und Verkauf über Partnershops?

    Liebe GMXler: Überzeugt doch bitte mit Funktionen, die euer Kerngeschäft ausmachen: Kommunikation.

    Da gäbe es noch einiges: Verschlüsselung der Mails, vernünftige Suche im Postfach, vielleicht eine Usenet-Schnittstelle, ein integrierter RSS-Reader oder auch Instant Messaging (und bitte etwas offenes: Jabber). Mehr Speicher will ich gar nicht, da kann die Konkurrent noch so protzen (bei Web.de ist dafür die Anzahl der Mails beschränkt, welch Unsinn). Aber bei der Gestaltung der Benutzerschnittstelle schläft die Konkurrenz nicht: Yahoo hat Oddpost gekauft. Und wenn die Oberfläche auch mal mit anderen Browsern funktioniert, wäre das vielleicht ein Grund zum Wechseln.


  • Bitoogle – Google für Bittorrents

    Bitoogle ist ein Suchdienst für Bittorrent-Downloads. (Geek News). Wie lange Google die wohl gewähren lässt?


  • Der selbstherrliche Freiherr

    Nico scheint alles zu sammeln, was die Hamburger Regierung so wirklich unsympathisch macht.

    Ole von Beust tut was er will. Was scheren ihn Wählervoten? 76,8% der Wähler hatten gegen eine mehrheitliche Privatisierung der Landesbetriebe Krankenhäuser gestimmt. Darunter müssen auch viele CDU-Wähler gewesen sein. Und? Jetzt will Freiherr von Beust trotzdem 74,9 Prozent des LBK verkaufen.

    Und es gibt nur einen Interessenten: Die Asklepios Kliniken GmbH. Ob so wenigstens ein guter Preis erreicht werden kann? Ob sich das alles rechnet, ist fraglich.

    Die MoPo giftet:

    Wie ehedem „Gutsherr Honni“ in seinem Arbeiter- und Bauernstaat DDR, beorderte Bürgermeister Ole von Beust Hamburgs Chefredakteure ins Gästehaus des Senats. Er wollte ihnen seine Bewertung des vor sieben Monaten aus taktischen Gründen ins künstliche Koma versenkten und nun in alter Frische wiederbelebten LBK-Mehrheitsverkaufs in den Block diktieren.

    Das gibt wohl noch einen Streit vor dem Verfassungsgericht. Die Taz meldet:

    Unklar ist immer noch die entscheidende, verfassungsrechtliche Frage, ob die Bürgerschaft dem jetzigen Senatspaket überhaupt zustimmen darf, was Voraussetzung für den Deal wäre. Denn das Hamburgische Verfassungsgericht hatte Mitte Dezember 2003 eindeutig festgestellt, dass einer Initiative schon nach der Hürde des Volksbegehrens der Status eines Verfassungsorgans eingeräumt werden muss, das der Bürgerschaft gleichzusetzen ist. Nachdem nun die Bürgerschaft beim Volksentscheid als „Gegenpart“ aufgetreten war und die Entscheidung in die Hand des Volkes gelegt hatte, und dieses mit 76,8 Prozent gegen einen Mehrheitsverkauf votierte, ist das Parlament – als unterlegenes Verfassungsorgan – an die Entscheidung gebunden.

    Auch Baden wird schwieriger: Nico verlinkt einen Artikel des Abendblatts, in dem über die Schließungspläne für die Schwimmoper berichtet wird. Und außerdem so ganz nebenbei auch darüber, dass Schulschwimmen demnächst nicht mehr stattfindet!

    Und der nächste Hammer könnte schon bald kommen: Die Privatisierung der Wasserversorgung in Hamburg. Die Taz berichtet:

    Ein ausgewiesener Privatisierungsfreund soll neuer Geschäftsführer der Hamburger Wasserwerke (HWW) werden – und das, obwohl CDU und Senat versichern, das profitable Unternehmen werde nicht privatisiert. Dass Michael Beckereit von Haus aus zudem Abwasserfachmann ist, lässt bei der Volksinitiative „Unser-Wasser-Hamburg“ alle Alarmglocken schrillen. Nach deren Horror-Szenario würden die HWW die Stadtentwässerung (HSE) von der Stadt kaufen und dies durch den Verkauf von Anteilen an einen privaten Kapitalgeber finanzieren. Vom 23. August bis zum 6. September wird die Initiative Unterschriften für ein Volksbegehren gegen den Verkauf der HWW sammeln.

    Auch dagegen gibt es ein Volksbegehren.


  • Vertreibung aus dem Paradies

    Ist es bald vorbei mit dem Internet als Hoffnung auf freien Meinungsaustausch und und friedlichem globalen Dorf?

    Die Zahl der Internetnutzer ist kräftig gewachsen. Jetzt scheint eine Art kritischer Masse erreicht zu sein. Das Internet bietet einfach zu viele Freiheiten.

    Die Urheberrechtsverwertungsindustrie darf demnächst selbst bei Providern anklopfen und von ihnen Kunden- und Verbindungsdaten verlangen. Was wird die Industrie damit machen? Datenbanken erstellen? Wird sie bald selber Wohnungen durchsuchen und Festplatten beschlagnahmen dürfen?

    China nächster Exportschlager wird vielleicht eine Software:

    Ein neu entwickeltes Echtzeit-Überwachungssystem sucht in den Textnachrichten nach Begriffen oder Redewendungen, die auf einem nicht näher spezifiziertem Index stehen.

    Natürlich mal wieder nur nach Nachrichten mit pornografischem und obszönem Inhalt. Schon klar.

    Und bald wird das chinesiche Netz dann ganz sauber: China möchte ein eigenes Internetprotokoll (Ipv9) einführen. Es wird natürlich Übergänge zum internationalen Netz geben. Nur: Die kann die Regierung dann auch ganz genau kontrollieren.

    Ein wenig Trost, zumindest für Deutschland: Es gibt noch Datenschützer, die protestieren. Und vielleicht bekommt die Regierung doch noch ein Informationsfreiheitsgesetz hin, bevor sie abgewählt wird.

    Ich sollte nicht mehr bei Heise lesen.


  • Mehr Telefonlauscher

    In Deutschland werden immer mehr Telefone abgehört. Darauf weist der Bundesbeauftragte für den Datenschutz in einer Pressemitteilung hin:

    Waren es im Jahr 2002 noch 21.874, belief sich die Zahl der Überwachungsmaßnahmen im Jahr 2003 auf insgesamt 24.441 Anordnungen. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 1995 lediglich 4.674 Überwachungsanordnungen gezählt. Dies ist eine Steigerung von mehr als 400 % in weniger als einem Jahrzehnt.

    Quelle: Frankfurter Rundschau


  • Deutschlandfunk on Demand

    Nicht mehr ganz so neu, aber ich habe es erst jetzt entdeckt:

    Es gibt viele Sendungen von Deutschalndfunk und Deutschlandradio jetzt als Audio on Demand.


  • Tango Live Malerei

    Gestern auf Tangoabschlussfest im La Yumba: Showtanz mit Angela und Ivan und gleichzeitig Live-Malerei mit Ute Spingler. Was ist beeindruckender? Ein tolles Paar auf der Tanzfläche oder die Malerin, die in den wenigen Minuten dieses Paar auf Papier einfängt?

    Nicht zu entscheiden. Abwechselnd habe ich beides angeschaut. Und ein Bild von ihr steht ab jetzt auf meiner Wunschliste.

    Sie gestaltet das Titelbild der nächsten Tangodanza.


  • Erster Eindruck vom iTunes Music Store

    Nun ist er also gestartet, der lange erwartete iTunes Music Store.

    Also Account erstellt und los: Technisch keine Probleme, Bedienung einfach wie von iTunes gewohnt.

    Bleibt die Frage, wie gut das Angebot ist. Ich teste mal:

    Esbjorn Svensson Trio – Nichts
    Norah Jones – Die aktuelle CD ist nicht dabei
    Jane Monheit – Nichts
    Julia Hülsmann – Nichts
    Nils Landgren – Nichts

    Nun kann bestimmt jeder eher exotische Künstler aufzählen. Ich gebe ja zu, die gehören nicht gerade zum Massenmainstream. Obwohl zumindest EST sehr erfolgreich in Europa sind. Die sollten also doch noch irgendwann auftauchen.

    Der Traum von „Alle Musik nur einen Mausklick weg“ ist also noch lange nicht erfüllt.

    Vielleicht ist es auch gut, sonst hätte ich mich heute Abend schon arm gemacht. Denn immerhin: Beady Belle, John Coltrane und Rebekka Bakken sind gekauft.

    Der Shop ist heute gestartet, also darf er ruhig noch Lücken haben. Wenn Apple in Europa wirklich Erfolg hat, werden die Plattenfirmen vielleicht noch etwas freigiebiger.