Kategorie: Lesen


  • Zeitungen verabschieden sich vom Internet – mit E-Paper

    Beim Perlentaucher ist ein schöner Artikel zum Thema Zeitungen im Internet erschienen.

    Es geht um das Thema E-Paper. Immer mehr Zeitungen stellen ihre Artikel nicht mehr als HTML-Seiten ins Internet, sondern als so genanntes E-Paper: Der Leser sieht im Browser eine 1:1-Darstellung der gedruckten Ausgabe. Mit allen Nachteilen: Schlechte Lesbarkeit und Probleme mit Suchmaschinen. Und oft mit sehr hohen Preisen, die kaum niedriger sind als die für die gedruckte Ausgabe.

    Verantwortlich dafür ist aber auch die Geiz-ist-geil-Mentalität im Internet:

    Das Publikum sollte nicht stolz darauf sein, dass es kollektiv so erfolgreich dem Sprung über die Bezahlschwelle verweigert. Genau derartige Mechanismen bewirken, dass zuletzt nur noch sparsam hergestellter Massenjournalismus angeboten werden kann.

    Es kann nicht darum gehen, von der Qualitätspresse zu verlangen, dass sie weiter alle ihre Inhalte frei ins Netz stellt. Sie sollte sich aber auch jenen zuwenden, die online nur einen Teil ihrer Print-Inhalte nutzen und nicht 70 Prozent des Print-Abonnements zahlen wollen.

    Eben.

    Eine ausführliche Studie (PDF) zur Nutzer(un)freundlichkeit hat die Universität Trier erstellt.


  • WortBlog

    Ein nettes Spiel – oder interaktives Schreibexperiment? – ist WortBlog.de.

    Jeder kann von anderen angefangene Sätze mit einem eigenen Wort ergänzen oder selbst einen neuen Satz beginnen.


  • Elektronische Zeitungen

    Das Wortfeld berichtet über einen Artikel in der Berliner Zeitung zu den Versuchen der Zeitungsverlage, Online-Abos zu verkaufen.

    Demnach sind die Abozahlen kläglich.

    Ich glaube, der Ansatz ist falsch, das ganze Produkt zu einem Festpreis zu verkaufen. Ich will doch keine Abos aller brauchbaren Zeitungen haben!

    Mich interessieren Themen, nicht Zeitungen.

    Ich will viele Artikel und Meinungen zu einem Thema lesen, das mich gerade interessiert. Dazu müsste es aber möglich sein, einzelne Artikel zu einem akzeptablen Preis kaufen zu können. Ein akzeptabler Preis? Für mich je nach Länge zehn bis 30 Cent pro Artikel. Für mehr müsste der Text schon sehr gut sein.

    Leider wird die TAZ mit ihrem Digiabo hier nicht erwähnt. Ich habe eins, nutze es aber nur zur Archivierung. Trotz Palm konnte ich mich noch nicht von der Papierausgabe trennen.


  • Frühling kommt als Gedicht

    Genau das Richtige in diesen kalten Hamburger Tagen: Frühlingsgedichte als MP3. Im Wochenrhythmus gibt es ein weiteres Gedicht vom Literaturcafe.


  • Kaff auch Mare Crisium

    Dank dieses Beitrags in der de.rec.buecher auf eine neue Seite zu „Kaff auch Mare Crisium“ von Arno Schmidt aufmerksam geworden.
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  • Radiotipp: Arno Schmidts Gelehrtenrepublik

    Morgen wäre Arno Schmidt 90 geworden.

    Passend dazu strahlt Deutschlandradio Berlin eine Hörspielfassung der Gelehrtenrepublik aus.
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  • Buchpreisbindung mal wieder

    Immer mal wieder kommt das Thema Buchpreisbindung hoch. Dieses Mal in einer Diskussion zu einem Artikel bei Telepolis über die neue Provisionsregelung bei Amazon.

    Dexter_S weist in seinem Diskussionsbeitrag auf ein Dossier der NZZ über den Buchmarkt in den USA, Grossbritannien und Frankreich hin. Argumente für das nächste Mal.
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  • Starker Anfang

    Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde, begann wie jeder Sonntag: die Glocken schlugen mich wach, zerhackten die Traumbilder, prügelten auf beide Trommelfelle, hämmerten durch den Kopf und droschen den Körper, der sich wehrlos zur Wand drehte.

    Aus: Friedrich Christian Delius, Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde

    Nebenbei: Das Buch ist erst wieder nächstes Jahr als Taschenbuch lieferbar. Da hat wohl einer im Verlag geschlafen. Hätte es nicht zum „Wunder von Bern“ in Stapeln auf den Büchertischen liegen müssen?
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  • Sie schreibt mich

    Über mnemosyne:

    Und ich wollte auch die Antwort auf die Frage Which writer wrote your book? Hmm? wissen:

    Dorothy Parker writes you, you wonderfully urbane, witty boozehound, you.

    Dorothy Parker

    Hm, boozehound? Wie das? Ich sagte, ich tränke Tee!

    Aber gleich ein Buch von ihr bestellt.

    Das Foto steht nicht unter der Creative Commons Lizenz.


  • Türkischer Dichter

    Bei einer Lesung in der Werkstatt 3 einen interessanten Dichter aus der Türkei kennen gelernt:

    Orhan Veli

    Eine türkische Freundin hatte mich eingeladen.

    Ich muss gestehen, ich bin skeptisch gewesen. Ja, ich habe ein wenig befürchtet, dass dies ein netter Folkloreabend würde, mit Volksmusik und lauschiger Naturlyrik.

    Zum Glück habe ich mich geirrt. Die musikalische Begleitung war angenehme Jazzmusik gespielt von Jonas Landerschier. Und die Gedichte erinnerten mich ein wenig an Erich Kästner und Mascha Kaleko.

    Deutsche Übersetzungen sind rar; beim Büchertisch gab es keine. Bei Amazon habe ich ein gebrauchtes Exemplar von „Fremdartig“ bekommen. Laut VLB müsste es aber auch noch neu lieferbar sein, nur bei Amazon eben nicht mehr.