Monat: April 2007

Feisty Fawn ist draußen

Herzlichen Glückwunsch an das Ubuntu-Team! Feisty Fawn ist pünklich erschienen, auch wenn es zunächst nach einer Verzögerung aussah, denn der angekündigte Release Candidate sollte erst später erscheinen und erschien dann gar nicht mehr. Stattdessen jetzt die Vollversion direkt nach der letzten Beta.

Dies könnte die erfolgreichste Ubuntu-Version in der Geschichte werden. Das Interesse scheint sehr groß zu sein. Schon während des ganzen Tages war die Homepage von Ubuntu gar nicht oder nur sehr langsam erreichbar. Wahrscheinlich haben alle so wie ich die Seite häufig neu geladen, um nur ja nichts zu verpassen.

Wohl wegen der großen Serverlast ist die Startseite erst einmal sehr einfach aufgebaut, bis auf den kleinen stilisierten Freundeskreis gibt es zur Zeit keine Grafik auf der Seite.

Ubuntu-Startseite direkt nach dem Erscheinen von Feisty Fawn

Und so viele Leecher und Seeder hatte ich auch noch bei keinem Torrent.

Seeder und Leecher nach dem Release von Ubuntu Feisty Fawn

Trotzdem ist die ISO-Datei mittlerweile komplett hier. Aber ich lasse den Upload über Nacht laufen.

Ein paar weiterführende Texte:

  1. Phil Bull hat eine Übersicht über wichtige Neuerungen in Feisty
  2. Ubuntu selbst bietet eine kleine Tour durch die neuen Funktionen
  3. Ubuntus offizielle Presseerklärung
  4. Eine Anleitung für die Aktualisierung von Ubuntu und die deutsche Fassung im Wiki von Ubuntuusers
  5. Ein erster Test von Ubuntu Feisty Fawn bei Heise und bei Golem

Mark Shuttleworth, Initiator von Ubuntu, rührt ordentlich die Werbetrommel: Ein Interview bei Golem und beim österreichischen Standard.

Und das Wichtigste: Die Seite zum Herunterladen von Ubuntu. Bitte BitTorrent benutzen!

So, genug Fanboy gespielt ;-)

Ergänzung, 20.2. – In der Eile, die neue Version pünktlich herauszubringen, ist ein wohl Fehler durchgerutscht: Viele Besitzer von ATI X****-Grafikarten können mit der Desktop-CD nicht starten. Sie bekommen am Ende des Startvorgangs die Meldung, GDM könne nicht starten. Die grafische Oberfläche startet nicht, stattdessen gibt es einen Login in die Konsole.

Besitzer dieser Grafikarten sollten die Alternate-Install-CD herunterladen. Weitere Informationen hier und die Fehlermeldung dort.

Ubuntu hätte die Veröffentlichung lieber verschieben sollen. Der Fehler war rechtzeitig bekannt. Viele Einsteiger und Wechsler benutzen Ubuntu und sie sollten nicht gleich einen schlechten Eindruck bekommen.

Die unsichtbaren Protestanten

Der Papst hat Geburtstag und alle schreiben darüber. Nicht einmal die ärgsten Gegner können ihn noch totschweigen. Jetzt hat sogar der Spiegel – nicht gerade als vatikanfreundlich bekannt – eine Papstkolumne eingerichtet. Und an seinem Erscheinungstag schlägt das Ratzinger-Buch über Jesus sogar Harry Potter bei den Buchverkäufen.

Die Protestanten tun mir als ehemaligem Mitglied fast schon leid. Keiner nimmt sie mehr ernst. Sie haben ja auch kaum noch Selbstbewusstsein. Sie quengeln, wenn der Papst sie bei einem Deutschlandbesuch nicht einlädt (Luther dreht sich in Grab herum!) Sie beklagen sich, weil die Katholiken bei der Einheitsübersetzung der Bibel nicht auf die Mitsprache Roms verzichten wollen und stattdessen lieber getrennt übersetzen. Luther wäre das sicher egal.

Protestanten fallen vor allem dadurch auf, dass sie ihren Glauben selbst nicht mehr ernst nehmen. Wie sonst wäre der Versuch zu erklären, aus einem der größten Geschichtswerke der Menschheit eine politisch korrekte Soziologen-Version zu machen? (Luther dreht sich schon wieder im Grab herum.)

Ich will gerecht sein: Die katholische Kirche passt einfach zum Leitmedium Fernsehen. Die Meldungen lassen sich immer wieder auf eine Person zurückführen. Der Papst ist eine ähnlich gute Medienfigur wie die Queen. Und auf Inszenierungen versteht sich der Vatikan auch. Dagegen sind die Protestanten dröge Buchstabenfresser ;-)

So sah es auch in der Tagesschau am Abend des Ostersonntags aus: ein Filmbericht über die Feierlichkeiten in Rom, dann ein Filmbericht über die Feierlichkeiten in Deutschland mit Kardinal Lehmann und noch ein Filmbericht über die orthodoxe Kirche. Irgendwo dazwischen verlas die Sprecherin drei Sätze von Bischof Huber, ohne Film, nur mit einem (fernsehtechnisch gesehen langweiligen) Foto des Bischofs.

Was soll aus ihnen werden?

Wer hat’s gesagt?

Aus der Rubrik „Es gibt kein politisches Koordinatensystem mehr“.

Also: Wer hat’s gesagt?

Wir brauchen insgesamt in unserem Land familiengerechte Arbeitsplätze und nicht arbeitsgerechte Familien.

Tipp: Der Oskar war es schon mal nicht.

Zur Auflösung auf „Fortsetzung“ klicken.

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