Datum: 21. Februar 2003

Gegen Nazidemo protestieren (Hamburg)

Anläßlich der Demonstration der Neo-Nazis in Hamburg ruft REGENBOGEN – Für eine neue Linke zusammen mit anderen Gruppen zu einer Gegen-Demonstration auf:

Sonnabend, den 22. Februar um 10.30 Uhr am Barmbeker Bahnhof.

Am 22. Februar wollen die Neo-Nazis von den „Freien Nationalisten“ um Christian Worch in Hamburg- Wandsbek einen Aufmarsch durchführen. Sie wollen sich um 12 Uhr am Ostpreußenplatz in Wandsbek treffen.

Unter dem demagogischen Titel „Amis raus -Freiheit rein“ versuchen sie an der derzeitigen Anti-Kriegs Mobilisierung teilzunehmen.

Es ist besonders zynisch, wenn Neo-Nazis angeblich gegen Krieg demonstrieren, da in ihrem rassistischen und sozialdarwinistischen Weltbild der Krieg zum „Daseinskampf der Völker miteinander“ erklärt wird. Dahinter verbirgt sich wirklich nur deutscher Chauvinismus, Antiamerikanismus und Antisemitismus.
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Folter ist in

Nun soll also auch bald in Deutschland wieder gefoltert werden. In einem Frankfurter Mord- und Entführungsfall sollte dem Beschuldigten von einem Polizeisportlehrer durch „Überdehnen des Handgelenks“ Schmerz zugefügt werden.

Und der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes, Geert Mackenroth rechtfertigt das auch noch.

Wie groß war doch die Empörung in Deutschland über die Art und Weise wie die Taliban-Gefangenen festgehalten werden. Und jetzt wird Deutschland wohl bald selber in den Berichten von Amnesty International auftauchen.

Wann werden wieder Unschuldige gefoltert? Geständnisse erpresst? Menschen hinter Gitter gebracht, weil sie dem Druck nicht mehr stand hielten und Scheingeständnisse abgegelegt haben?

Gewalt gegen Menschen scheint in Wellen zu kommen und zu gehen. In (West-)Europa hat man wohl schon zu viel vergessen. Irgendwann werden wieder alle mit Abscheu auf eine Zeit der Gewalt zurückblicken und sich fragen, wie es so weit kommen konnte.
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