Artikel zum Thema ‘Lesen’

Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur: Podcast-Offensive

Sonntag, 09. Oktober 2005

Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur gehen in die Podcast-Offensive.

Gleich acht verschiedene Programmteile bieten die beiden Sender per Podcast an. Darunter meine Favoriten: Der Büchermarkt (eine etwa 20minütige Sendung zum Thema, na was wohl?), die Beiträge der Sendung Fazit und das Politische Feuilleton.

Kommentarzensur, die Mittagspause und Xsadfkmslllasfsdf

Montag, 25. Juli 2005

Nicolas Vogel fragt sich:

Wer Kommentare als Funktionalität einbindet, muss alles stehen lassen oder findet sich in der Rolle des Zensors wieder. Oder ist man schon Zensor, wenn man die Funktionalität unterläuft?

Nein, Zensur ist es nicht, weder so noch so. Schließlich kann der betroffene Kommentator jederzeit anderswo schreiben oder sein eigenes Blog aufmachen.

Wer aber nur Lobhudeleien als Kommentare auf seiner Seite hat, macht sich schnell unglaubwürdig.

Außerdem spielt er ein Suchmaschinenspielchen. Wer hat alles die Buchstabenfolge Xsadfkmslllasfsdf auf seine Seite geschrieben?

Jede Seite mit Xsadfkmslllasfsdf könnte natürlich auch noch eine Buchstabenkombination veröffentlichen: Xsadfkmslllasfsdfa (ein Buchstabe mehr!), die dann zusatzlich auf Webseiten gebracht wird, die durch diese Webseite auf Xsadfkmslllasfsdf aufmerksam wurden. Und immer so weiter…

Ja, ja, schon gut, sinnlose Mittagspausengedanken.

Noch mehr Bachmann-Bloggen und keine Empfehlung

Donnerstag, 23. Juni 2005

Beim Dagbok der Wortwerkstatt gibt es einen Überblick über Blogger, die etwas zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb schreiben: Paperbackfighter, Melody, das Bücherblog, ferromonte, isabo und Liisa

Mein Beitrag über Herrn Vogel war übrigens keine Empfehlung für den Publikumspreis.

Ich habe es ja gerade geschafft, den Text zu lesen. Die anderen habe ich noch gar nicht gelesen. Es war zu warm in der U-Bahn, da habe ich lieber Augenpflege betrieben ;-).

Als ich den Text von Herrn Vogel das erste Mal im Acrobat Reader übeflogen habe, dachte ich, die Datei sei kaputt. Plötzlich Quellcode im Text?

In der Liste fehlt der Beitrag von Andrea, die live vor dem Fernseher bloggt:

Willkommen beim alljährlich vom Land Klagenfurt ausgetragenen Menschenmassenversuch, wieviel schlechte Literatur ertragbar ist, ohne schreiend aus dem Raum laufen zu müssen.

Sehr schön böse.

Mal sehen, ob ich mich am Samstag für einen Text entscheiden kann.

Bachmann-Wettbewerb mit Perl

Donnerstag, 23. Juni 2005

Heute startete der Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt.

Die ersten Texte gehen online.

Einer der Teilnehmer studiert auch Informatik (außerdem noch Neuere deutsche Literatur und Philosophie, wow!) und arbeitet als Web-Entwickler: Nikolai Vogel.

Das macht sich in seinen Text bemerkbar. Er las einen Auszug aus dem Roman „Plug In“:

Die Stunden herunter, den Tag hinab. Was gibt es Neues. Nichts. Den Bildschirm füllen. #!/usr/bin/perl -w Immer wieder den Kunden am Telefon. Hoffentlich ruft er heute nicht schon wieder an. $level = 0; Sie bräuchten die Lösung schnell. Immer schnell. Immer alles sofort. Heute oder morgen. Keiner, der mal sagt, lassen Sie sich Zeit, das ist alles nicht so wichtig, ich warte gerne. Haben sie sich durchgerungen, einen Auftrag zu erteilen, Geld zu bezahlen, dann muss es schnell gehen. sub crawl($) { my $dir = shift; $dir = $dir.lookup_slash($dir); my $file; $level++; Instant Karma. Keine Lust mehr heute, die ganze Woche schon keine Lust, schon lange keine Lust mehr. chdir($dir) or (warn "Cannot chdir to '$dir': $!");

Ein Weblog hat er auch.

Am Samstag kann das Publikum auch einen Preis vergeben: Per Internet.

Frühlingsgedicht 2

Freitag, 25. März 2005

Trotz des typischen Hamburg-Wetters ein weiteres Frühlingsgedicht und zwar den Klassiker, wieder einmal aus dem „Neuen Conrady“ :

Er ist’s

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
- Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike

Frühlingsgedicht

Donnerstag, 17. März 2005

Da hier der ein oder andere immer mal nach Frühlingsgedichten sucht, habe ich ein wenig im „Neuen Conrady“ geblättert. Hier ein erstes:

Frühlingsglaube

Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muß sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun, armes Herz, vergiß der Qual!
Nun muß sich alles, alles wenden.

Ludwig Uhland (1787-1862)

Genosse Nachwuchs

Montag, 08. November 2004

Das kann Genosse Karteileiche (nämlich mich) doch noch zu einer Parteiveranstaltung locken! Olaf Scholz lädt ein:

“Genosse Nachwuchs“ ist der amüsante und kritische Erfahrungsbericht des frisch gebackenen “Genossen” Nicol Ljubic. Angespornt durch den Wunsch, etwas zu verändern, begibt sich der Autor selbst als aktives Parteimitglied in die Niederungen der ältesten Volkspartei Deutschlands, der SPD. Er führt Tagebuch über Eingewöhnungsphase, Wahlkampf, Arbeit an der Basis und Begegnungen mit den ganz Großen der Politik. In herzlich-spöttischer Weise schildert Nicol Ljubic sein Freud und Leid im Umgang mit persönlichem und schriftlichem Kontakt zur Partei, unter anderem auch mit dem vorherigen Generalsekretär der SPD, Olaf Scholz.

Nicol Ljubic feierte den Wahlsieg Gerhard Schröders bei der Bundestagswahl 1998, damals war er noch kein Parteimitglied, auf einer Wahlparty in der Holstenstraße. Nur wenige Meter weiter feierte Olaf Scholz seinen Einzug in den Deutschen Bundestag, als Direktkandidat des Wahlkreises Hamburg-Altona. Auch in Berlin wohnen beide nur wenige Straßen voneinander entfernt, im Bötzowviertel im Prenzlauer Berg.

19:30 Uhr am Montag, 08. November 2004
Ort:
Foyer Altonaer Theater
Museumstr. 17, Ottensen

Rezension bei: Nico, Vorwärts, Spiegel

Suppenlesung

Montag, 01. November 2004

Literatur auf die Ohren und Suppe in den Mund. Von der Terminseite des Forums junger Autorinnen und Autoren Hamburg:

Im November nimmt die Galerie Entwurf-direkt ihre Reihe “Lesung & Suppe” wieder auf. Bei einem guten Teller hausgemachter Suppe und einem Glas Wein kann man dort in gemütlicher, fast familiärer Runde Geschichten rund um das Essen lauschen. Dabei zeigt sich das Forum mit einer Beteiligung an vier aufeinander folgenden Terminen einmal wieder stark präsent. Ort: Kleine Rainstraße 6, 22763 Hamburg-Ottensen. Beginn: jeweils Mittwoch 20.00 Uhr. Eintritt für den kulinarisch begleiteten Abend: 5,- Euro (incl. Suppe). Reservierung unter Tel. 040 / 39 80 57 89 oder an p.schumann@entwurf-direkt.de ist wegen nur begrenztem Platzangebot dringend angeraten. Näheres unter www.entwurf-direkt.de.

Am 3. November liest Silke Stamm ihre Erzählung „Komm wir gehen“ und Tanja Schwarze ihre Kurzgeschichte „Häschen in Hamburg.“

Von Silke gibt es bei den Weblesungen drei Texte zu hören:

Werbung für die Suppenlesungen des Forums junger Autorinnen und Autoren
Dieses Foto steht nicht unter der Creative Commons Lizenz.

Peter Rühmkorf wird 75

Montag, 25. Oktober 2004

Peter Rühmkorf wird heute 75. Alles Gute!

Lobeshymnen in der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau.

Einige seiner Gedichte zum Lesen und Hören bei Lyrikline.

Und er schenkt uns TABU II.

Amazon und Diogenes vertragen sich wieder

Freitag, 15. Oktober 2004

Im Mai hatten sich Diogenes und Amazon heftig verkracht. Diogenes wollte die von Amazon geforderten Rabatte nicht gewähren.

Jetzt haben sich die beiden geeinigt. Details gibt es keine. In ein paar Tagen sollen alle Bücher von Diogenes wieder bei Amazon lieferbar sein, berichtet Börsenblatt Online.

(über: Leipziger Bücherlei)