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Windows 10 Upgrade schlägt fehl

Bei mir scheiterte das Update von Windows 10 auf die neue Version 1511 Build 10586 von Windows 10 immer wieder.

Weder das manuelle Update von der Windows 10 Downloadseite, noch der Weg über Windows Update funktionierte.

Das Update­programm brach sofort nach dem Start kommentarlos ab, Windows Update lud zwar eifrig Daten herunter, brach danach aber sofort ab und gab als Fehler die Meldung aus, es gäbe Probleme mit der Instal­lation einzelner Updates und man werde es später noch einmal versuchen. Und aus diesem Kreis­lauf  gab es kein Ent­kommen.

Rettung

Windows-Update-Dienst beenden

Im Startfeld nach „Dienste“ suchen und dann den Eintrag „Dienste“ wählen.

Dort den Eintrag „Windows Update“ suchen, mit der rechten Maus­taste klicken, dann „Beenden“ an­klicken.

Windows 10 - Dienst Windows Update beenden

Ordner „SoftwareDistribution“ umbenennen

Im Windows­verzeichnis – üblicher­weise C:\WINDOWS – gibt es einen Ordner „Softwaredistribution“.

Diesen Ordner umbe­nennen, z.B. nach „SoftwareDistributionalt“.

Auf demselben Weg wie oben den Dienst „Windows Update“ wieder starten. Dieses Mal beim Rechts­klick den Eintrag „Starten“ wählen.

Über Windows Update erneut nach Updates suchen. Der Ordner „Softwaredistribution“ wird neu angelegt.

Windows Ordner Softwaredistribution

Funktioniert!

Windows Update Installation Version 1511 10586

Alles da!

Kurz vor Ende der Installation meldet Windows freundlich:

„Ihre Dateien befinden sich dort, wo Sie sie zuletzt abgelegt haben.“

Toll!

Nun habe ich einige Ordner (Dokumente, Bilder, den Ordner für temporäre Dateien, …) auf eine andere Fest­platte verschoben, um Platz auf der kleinen SSD, auf der das Betriebs­system instal­liert ist, zu sparen.

Und tatsächlich: Auch das ist erhalten geblieben. Puh!

Aufräumen

Den umbenannten Ordner „SoftwareDistributionalt“ lasse ich noch etwas liegen. Sicher ist sicher. Nach der nächsten Runde normaler Windows-Updates werde ich ihn dann löschen, wenn alles funktioniert.

Creative Commons Lizenzvertrag Flattr this

Hamburg sagt „Ja“ zur Glasfaser bis ins Wohnzimmer

Nein, tut es nicht. Das haben die Züricher getan.

Der Gemeinderat von Zürich hatte schon 2006 den Aufbau eines eigenen Glasfasernetzes beschlossen. Nun war eine neue Volksabstimmung nötig, weil für den Ausbau neue Kredite erforderlich sind.

Wäre das nicht einmal ein Thema für eine Volksabstimmung in Hamburg?

Hamburg hatte einmal einen „eigenen“ Internetprovider: Hansenet. Die Stadt hat den Fehler gemacht, das Netz an die Telecom Italia zu verkaufen.

Damit haben die Bürger der Stadt keinen Einfluss mehr auf die Entwicklung der Telekommunikationsnetze.

Die Stadt will Teile der Versorgungsnetze wieder übernehmen. Hier böte sich die Chance, Einfluss zu nehmen. Der Senat sollte die Versorgungsunternehmen verpflichten, bei Leitungsarbeiten auch Glasfaser zu verlegen.

Untergang der Musikindustrie – vor 30 Jahren

Es ist ja so: Jedes Mal, wenn sich eine neue Technik zur Verbreitung von Filmen, Musik oder anderen Werken durchsetzt, fängt die Inhalteindustrie an zu weinen. Immer glaubt sie, das neue Medium werde nur dazu benutzt, Inhalte zu klauen und die natürlich völlig selbstlosen Kreativitätsverwerter in den Ruin zu treiben.

Vor mehr als dreißig Jahren kam eine Technik auf den Markt, die heute nur noch Nostalgiker kennen: die Leerkassette. Leute in meinem Alter saßen vor ihren Radios und schnitten kostenlos (Oh, diese Kostenloskultur!) Musik mit.

Cliphead hat in seinem Bravo-Archiv gewühlt und einen schönen Artikel gefunden: „Sind Leer-Cassetten der Tod der Schallplatte?“

Und immer noch kann ich Musik, Filme und Bücher kaufen.

Und schon damals nahmen die Lobbyisten Einfluß auf den Gesetzgeber. Den Aufschlag für die Gema und andere zahlen wir inzwischen auch auf CD-Rohlinge, USB-Sticks, Kopierer, Kopierpapier, Druckertinte, MP3-Spieler, … Einfach auf alles, auf das irgendwie „Inhalt“ kopiert werden kann.

Kommt mir bekannt vor, das Gejammer von damals.

(via: Wirres)

Creative Commons Lizenzen in Deutschland gerichtlich durchgesetzt

Manchmal wissen auch deutsche Gerichte, was sie tun:

Das Landgericht Berlin hat in einem Beschluss vom 8. Oktober 2010 (Az. 16 O 458/10) die Nutzung eines CC-lizenzierten Fotos wegen eines Lizenzverstoßes verboten. Dies stellt – soweit bekannt – die erste erfolgreiche Durchsetzung einer Creative Commons Lizenz in Deutschland dar.

via Creative Commons Lizenzen in Deutschland gerichtlich durchgesetzt | ifrOSS.

Macht mal langsam mit den Smartphones

Ich war schon fast so weit mir jetzt aber wirklich ein Smartphone zu kaufen, und zwar eines mit Android. Und dann bringt Gizmodo ein Interview mit Andy Rubin, VP of Engineering bei Google und verantwortlich für die Android-Entwicklung. Darin sagt er:

There is going to be stuff that’s just going to blow your mind. In 6 months. Before it was 18 months, now it’s 6 months.

Zurück in die Warteschleife. In sechs Monaten wird es auch die ersten Geräte mit Windows Phone 7 und vielleicht WebOS-Geräte von HP geben.

Die Geräte sind einfach noch zu schnell veraltet, als dass ich hunderte von Euro für sie ausgeben will.

………

Ähnlich geizig bin ich beim Kauf eines E-Buch-Lesegeräts. Mehr als 100 € will ich dafür nicht ausgeben. Und heute dachte ich, es sei so weit: „Pearl bringt < 100 € Reader mit Adobe DRM“ titelt lesen.net. Leider aber doch nur mit LCD-Bildschirm statt E-Paper. Also auch für unter 100 € noch zu teuer, ein Netbook mit Leuchtdisplay habe ich schon.

………

Apple ist böse: Nun da Apple an der Börse mehr wert ist als Microsoft interessiert sich auch das Justizministerium der USA für Apples Geschäftspraktiken. Apple steht im Verdacht, Musik von Plattenfirmen, die dem Konkurrenten Amazon kurzfristig Werke exklusiv zur Verfügung stellten, im eigenen Itunes nicht mehr zu bewerben. Und die Federal Trade Commission untersucht die Regeln für Entwickler, die Software für das Iphone schreiben.

Amazon ist auch nicht besser:  2004 verkaufte Amazon Deutschland zeitweise keine Bücher vom Diogenes Verlag. Amazon wollte damit höhere Rabatte erpressen.

………

Gelesen: Fauser, Rohstoff.

Was für eine kaputte Zeit

Die Menge johlte und schrie einen Jungsozialisten nieder. Es war ein Teil eines Rituals, in dem die Anführer der Radikalen die Bolschewistenbosse spielten und die Studenten und Ausgeflippten im Saal die aufrührerische Masse von St. Petersburg. In Wirklichkeit war es natürlich viel einfacher: Die Chefs thronten auf dem Podium und machten hohe Politik, und unten stand das Fußvolk und glaubte an den historischen Augenblick.

Lesebefehl!

Vorratsdatenspeicherung verfassungswidrig – Danke

Als Mitkläger freut mich das natürlich besonders:

Die Massen-Speicherung von Telefon- und Internetdaten zur Strafverfolgung ist unzulässig. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschied am Dienstag, dass die Vorratsdatenspeicherung gegen die Verfassung verstößt. Sie ist dem Urteil zufolge mit dem Telekommunikationsgeheimnis unvereinbar.  (Heise mit noch viel mehr Details)

Was die SPD und speziell Herr Wiefelspütz wohl dazu sagt? Werden die es jetzt endlich begreifen?

Der AK Vorratsdatenspeicherung fordert die Aufhebung der EU-Richtlinie.

Weitere Berichte wird es sicherlich bei Netzpolitik.org geben.

Ergänzung:

Das Karlsruher Urteil schließt eine Speicherung der Daten jedoch nicht generell aus. Die deutschen Verfassungsrichter stellten nicht die Zulässigkeit der EU-Richtlinie in Frage, die Grundlage für das Gesetz in Deutschland ist. Bei der Speicherung handele es sich aber „um einen besonders schweren Eingriff mit einer Streubreite, wie sie die Rechtsordnung bisher nicht kennt“. Darum müsste ein derartiger Eingriff an strengste Bedingungen geknüpft werden. Diese Voraussetzungen erfüllt das deutsche Gesetz laut dem Urteil nicht. (Aus dem Heise-Artikel)

Also doch noch viele Chancen für die Regierung, eine abgespeckte Vorratsdatenspeicherung durchzusetzen. Aber immerhin ist die Öffentlichkeit jetzt aufmerksam geworden. Bürger, sei wachsam! ist jetzt die Devise.

Oh weh! Das Internet und mein Denken

Die FAZ lässt diskutieren, wie das Internet uns verändert.

In den Artikeln steht auch ein Verweis auf eine Leserumfrage „Wie hat das Internet ihr Denken verändert?

Ich finde dort eine Reihe von Kommentaren, geschriebene Texte, richtig ausformuliert!

Und unruhig wandert mein Blick über die Seite: Wo ist denn hier die Umfrage, mit den zuspitzenden Fragen, zum Anklicken, klack, klack, fertig?

Dann die unangenehme Erkenntnis: Die wollen, dass ich wirklich etwas schreibe! Selbst formuliere! Und ich bin doch längst schon zum Klickvieh zugerichtet. Hat das Internet das mit mir angerichtet? Oder liegt es nur daran, dass ich von den Webseiten der Alten Medien nicht anderes erwarte als billige Klickgeneratoren aka Umfrage aka Bildergalerien?

(Wieder) mehr Zensur, zu früh, frustrierter Journalist

Da dreht schon wieder jemand am Rad der Zensur: Jugendmedienschützer sollen sich um Social Networks und Zugangsprovider kümmern (Heise). Diese Passage klingt nach Deutschlandnet statt Internet:

Ein weiteres Zulassungskriterium in dem Entwurf sieht vor, dem Nutzer die Wahl zu lassen, ob er „unvermeidbare Zugangsbeschränkungen“ beim Zugriff aus ausländische Angebote in Kauf nehmen will.

„Unvermeidbare Zugangsbeschränkungen“ – der erste Kandidat für das Unwort des Jahres 2010?

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Paul Thurrott weist darauf hin, dass Microsoft schon 2002 einen Tablet-PC auf dem Markt hatte. Sie waren wohl damals genauso zu früh damit wie Apple seinerzeit mit dem Newton.

Dennoch wird Apple wieder einmal die Lorbeeren einstreichen und als innovative Firma dastehen.

Apple hat die Medien voll unter Kontrolle, sogar die Lecks kontrolliert Apple selber. Walt Mossberg könnte ebenso gut als Journalist wie als von Apple bezahlter PR-Mann durchgehen.

Was nicht heißt, dass die Produkte schlecht sind. Apple macht es ja meistens nahezu perfekt, auch durch den Verzicht auf zu viele Features. Es bleibt spannend.

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Paul Thurrott ist eine tragische Figur. Er hat sich als Journalist auf alles rund um Microsoft spezialisiert, aber Microsoft ist nicht mehr sexy. Wann haben die Käufer das letzte Mal wegen eines Microsoftprodukts die Läden gestürmt und Schlange gestanden? War das für Windows 95? Oder doch noch XP?

An vielen Bemerkungen in Windows Weekly und besonders an seinem Bericht über die Keynote von Steve Ballmer auf der CES merkt man, wie frustrierend es ist, über den „Verlierer“ berichten zu müssen.

Es sieht so aus, als ob Microsoft den privaten Endkundenmarkt schon aufgegeben hätte. Vielleicht werden wir Microsoft bald nur noch im Unternehmensmarkt sehen. Dort kann man Geld verdienen und die Produkte sind nicht schlecht. Langeweile ist in der Unternehmens-EDV eher ein Plus.

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Mit einer Kabel-Deutschland-Triple-Play-Kundin telefoniert. Italien (0039 40… im Display) ist um die Ecke und Echos ohne Ende gab’s dazu.

Balkanisierung des Internets

Seesmic kauft ping.fm. Was macht ping.fm?

You can now update 50 social networks using Seesmic+Ping.fm from email, chat, sms, Blackberry, Android, web, Windows, OSX and much more soon.

Das ist die Balkanisierung des Internet. Lauter kleine Grüppchen, die jede für sich ihren Staat oder hier: ihr eigenes geschlossenes Netzwerk haben wollen. Schön mit Zaun drum herum. Ganz wie früher. Und dann brauche ich wieder besondere Dienste, die alle diese kleinen Inseln wieder zusammenbringen. Zu Zeiten von Compuserve, AOL und Mailboxen kam auch so ein Werkzeug. Es nannte sich Internet und riss die Zäune mit diversen offenen Protokollen nieder.

Die andere Art der Balkanisierung sind die immer häufiger auftauchenden Meldungen, die mir sagen, dass der Inhalt dieser Webseite leider nicht für „mein“ Land verfügbar sei. Diese Mauern zieht meist das Urheberrecht. Dabei bin ich doch nur Internetnutzer.

Atomistic View

Ein schönes Zitat aus der nettime-Mailingliste von Felix Stalder: (über: Jürgen Fenn)

The pirates, by and large angry white (young) men, advance primarily a negative concept of freedom (no surveillance, no copyright) in service of strong, productive individuals. Based on this atomistic view of freedom they envision organic communities of the like-minded. A kind of American-style libertarianism.

In certain contexts, like the volunteer communities of the internet, this can be a progressive position, but extended to society at large, it takes on a strong right-wing character. Because it has no sense of solidarity expect for peers, which are thought of as a select group. As long as there is infinite space to multiply the groups, as there is on-line, this is less of a problem, but off-line, this turns into exclusion.