Untergang der Musikindustrie – vor 30 Jahren

Es ist ja so: Jedes Mal, wenn sich eine neue Technik zur Verbreitung von Filmen, Musik oder anderen Werken durchsetzt, fängt die Inhalteindustrie an zu weinen. Immer glaubt sie, das neue Medium werde nur dazu benutzt, Inhalte zu klauen und die natürlich völlig selbstlosen Kreativitätsverwerter in den Ruin zu treiben.

Vor mehr als dreißig Jahren kam eine Technik auf den Markt, die heute nur noch Nostalgiker kennen: die Leerkassette. Leute in meinem Alter saßen vor ihren Radios und schnitten kostenlos (Oh, diese Kostenloskultur!) Musik mit.

Cliphead hat in seinem Bravo-Archiv gewühlt und einen schönen Artikel gefunden: „Sind Leer-Cassetten der Tod der Schallplatte?“

Und immer noch kann ich Musik, Filme und Bücher kaufen.

Und schon damals nahmen die Lobbyisten Einfluß auf den Gesetzgeber. Den Aufschlag für die Gema und andere zahlen wir inzwischen auch auf CD-Rohlinge, USB-Sticks, Kopierer, Kopierpapier, Druckertinte, MP3-Spieler, … Einfach auf alles, auf das irgendwie „Inhalt“ kopiert werden kann.

Kommt mir bekannt vor, das Gejammer von damals.

(via: Wirres)

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